Ein heiliges Leben
Aus Bibellexikon
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Teil 1
1.Thessalonicher 5:12-22
Wir bitten aber euch, liebe Brüder, daß ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem HERRN und euch vermahnen; habt sie desto lieber um ihres Werks willen und seid friedsam mit ihnen. Wir ermahnen aber euch, liebe Brüder, vermahnet die Ungezogenen, tröstet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß keiner Böses mit Bösem jemand vergelte; sondern allezeit jaget dem Guten nach, untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein.
Anweisungen für die Gemeinde (Wiedergabe im heutigen Deutsch)
Liebe Brüder! Ich bitte euch darum, all die Leute besonders zu achten und anzuerkennen, die sich für euch einsetzen, die eure Gemeinde leiten und euch vor falschen Wegen bewahren wollen. Für ihre Mühe sollt ihr sie lieben und ihnen dankbar sein. Vor allem aber lebt in Frieden miteinander. Außerdem, ihr Lieben, helft denen zurecht, die leichtsinnig in den Tag hineinleben. Ermutigt die Verzagten, helft den Schwachen, und bringt für jeden Menschen Geduld und Nachsicht auf. Keiner von euch soll Böses mit Bösem vergelten, vielmehr sollt ihr euch bemühen, Gutes zu tun; und zwar untereinander wie auch allen anderen Menschen gegenüber. Lebt heilig. Seid zu jeder Zeit fröhlich! Hört niemals auf zu beten. Vergeßt auch nicht, Gott für alles zu danken. Denn das erwartet Gott von seinen Kindern. Laßt den Heiligen Geist ungehindert in euch wirken! Hört auf das, was er euch sagt und verachtet sein Wort nicht! Prüft alles sorgfältig, und behaltet nur das Gute! Aber das Böse - ganz gleich in welcher Form - meidet wie die Pest!
Der Apostel Paulus schreibt in diesem Kapitel von der Wiederkunft JESUS - vom Tag des Herrn. Er ist nicht gewillt auf den Zeitpunkt des Kommens JESUS einzugehen oder darauf wie JESUS kommt. Er will der Gemeinde weder etwas besonders Spektakuläres noch im eigentlichen eine neue Lehrmeinung mitteilen. Er will seine Ausführungen nicht besonders spannend machen indem er der Gemeinde neue spektakuläre Erkenntnisse vermittelt noch indem er mit Mitteln arbeitet die „modern“ sind. Er macht gar nicht den Versuch durch attraktive Darbietungen die Aufmerksamkeit der Menschen zu erreichen.
Er selber hat zuviel mit Gott erlebt, wo er Gottes direktes eingreifen erlebt, gesehen und selber gespürt hat, als das er jetzt mit irgendwelchen die Menschen anziehenden Methoden zu arbeiten gewillt wäre.
Er wusste, wenn der Herr nicht wirkt ist all seine Arbeit vergebens! Meine lieben teuren Geschwister und Freunde, wenn wir nur dies erkennen würden, so würde uns vieles leichter fallen. Wir würden nicht unsere Zeit damit verplempern neue Methoden von der Welt zu übernehmen um unsere Gottesdienste attraktiver zu gestalten mit Mitteln die die Welt verwendet, würden keine stundenlangen Chorproben mehr veranstalten oder Theaterstücke einstudieren, sondern würden diese kostbare Zeit nutzen um zu beten und Gottes Wort zu studieren! Im übrigen bin ich gewiss, dass wir dann auch nicht die kostbare Zeit dazu verwenden würden für Geld zu betteln und Opfer einzusammeln. Nein ich sage es nocheinmal, wir würden die Zeit nutzen um mit Gott in Verbindung zu treten und mit IHM reden und sein Wort studieren, darauf meine Lieben kommt es an. Das ist wichtig!
So macht auch Paulus die Sache nicht spannend sondern schreibt klip und klar von der Tatsache, daß der Tag des Herrn kommt! Das JESUS zurückkommt und was das für Konsequenzen für die Christen, aber auch für die die JESUS nicht angenommen haben, hat.
Er stellt die eigentlich banale Frage: Seid ihr bereit, wenn Christus wiederkommt? Und ich möchte diese Frage heute an Euch weiterreichen! Bist Du bereit wenn Jesus wiederkommt? Bist Du wirklich bereit Jesus zu begegnen? Es gibt, meine lieben Geschwister und Freunde nur zwei Antworten, JA oder NEIN! Du solltest Dich enstlich fragen, bin ich bereit um eine klare Antwort geben zu können, denn ein zwischendrin gibt es nicht.
Wie kann ich wissen dass ich bereit bin, gerade das wird jetzt vielleicht Deine Frage sein? Bereit sein ist nicht eine Sache des Gefühls! Bereitsein ist etwas Konkretes. Deshalb lehrt Paulus die Menschen, besonders die Christen auch, wie diese Bereitschaft konkret aussieht.
Jetzt sind wir mitten drinn in unserem Bibeltext von oben.
Aus der Geschichte und wenn wir uns näher mit der Bibel befassen erkennen wir, dass die Gemeinde ihre erste Verfolgungszeit erlebte. Innerhalb weniger Wochen sind viele zum Glauben gekommen. Sie erlebten eine wunderbare Bekehrung einen wunderbaren Anfang mit JESUS aber jetzt, nur wenige Zeit später, erleben sie eine schwere, dunkle Zeit. Paulus will mit seinen Worten deutlich machen, wie das Leben mit JESUS, wie das Leben in der Heiligung gerade in schwierigen Zeiten einen wunderbaren Einfluss auf Dich selbst und auf die Gemeinde haben kann. Verfolgung und schwere Zeiten müssen für Christen nicht niederdrückend und deprimierend sein! Paulus jedenfalls legt die Betonung auf Freude, Gebet und Dank. Mit starken, kräftigen Worten fordert er die Gemeinde auf, sich zu freuen, fortwährend zu beten und für alles zu danken:
16 Freuet euch jederzeit,
17 Betet ohne aufzuhören,
18 in allem saget Dank; denn dies ist der Wille Gottes in Jesus Christus für (an) euch.
Lasst uns heute die ersten drei Anweisungen betrachten. So der Herr will werden wir morgen auf den Rest des Textes eingehen
1.Freuet euch jederzeit
Das hier im Urtext stehenden Wort "chairo" bedeutet „geheimnisvolle Freude". Dieses Wort meint nicht die alltägliche Freude, die auf Zeit begrenzte Fröhlichkeit oder den Frohsinn - so wie man sich für gewöhnlich freut. Die "geheimnisvolle Freude" ist die Freude die der Herr Jesus versucht seinen Nachfolgern immer wieder deutlich zu machen. Es ist die Freude darüber dass ich Kind Gottes bin! Jesus sagte zu seinen Jüngern: Freut euch darüber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind! (Lukas 10:20)
Das macht deutlich, daß diese Freude nicht jedem Menschen zugänglich ist! Die Freude, die ohne zeitliche Begrenzung und ohne besonderen äußerlichen Anlass da ist, die Freude der Gotteskindschaft ist eine Freude die nur Gottes Kinder haben können!.
Wer sich darüber freuen kann, das er Kind Gottes ist, der hat einen Grund zur Freude, der unabhängig vom Alltagserleben und von allen äußeren Einflüssen ist. Da ist es egal ob es Verfolgung gibt, wo man morgens nicht weiß, ob man abends noch unter den Lebenden ist, oder ob es Schmerzen und Krankheiten sind die plötzlich, weil wir unachtsam waren über unser Leben hereinbrechen oder die vielen anderen kleinen und großen Dinge die uns täglich zu schaffen machen wollen.
Die Freude am Herrn ist eine solch gewaltige geheimnisvolle Kraft, die uns überall durchhilft und uns nicht nur zu freudigen Menschen macht sondern uns darüber hinaus noch übernatürliche Kräfte verleiht. Die Bibel sagt: "...die Freude am Herrn ist eure Stärke" (Nehemia 8:10)
Ja, die Freude an der Erlösung, die Freude am Herrn bringt uns zum Jubeln, selbst wenn die Zeiten des Gerichtes über diese Erde dahinfegen, weil wir eine Gewissheit haben: niemand kann uns aus der Hand Gottes reißen - weder Hölle, noch Mächte, noch Gewalten. (Römer 8)
Weil wir diese Gewissheit haben, dass weder Tod noch Leben, noch irgendetwas anderes, die Menschen, die Jesus ihr Leben anvertraut haben, aus der Hand Gottes reißen können, können wir mit Paulus fröhlich einstimmen das das Markenzeichen, das Erkennungszeichen der wahren Christen, der Christen die in der Heiligung leben diese wunderbare Freude ist!
Freuet euch jederzeit - und ich möchte es nocheinmal betonen, ist keine Freude die abhängig von äußeren Einflüssen ist, ist auch keine kurzlebige Partyfreude, sondern ist die Freude in und an Jesus Christus, ist die Freude für immer mit Jesus zusammen zu sein, die Freude gerettet zu sein. Aus diesem Grund ist es eine Freude, die niemand von uns nehmen kann! Halleluja, die immer da ist! AMEN, AMEN!
2.Betet ohne aufzuhören
Oft betrachten wir gerade das Gebet zu oberflächlich und deshalb beten wir zu oberflächlich und dies wiederum ist der Grund warum manch eines unserer Gebete nicht wie erwartet erhört wird. Paulus betont drei Dinge, wenn er die Christen auffordert, unablässig zu beten:
A. Die Wichtigkeit des Betens
Wer heilig ist, wer sein Leben JESUS geweiht hat, kann, meine lieben Geschwister, nicht mehr ohne Gott und ohne Gespräch mit Gott leben. Wie kann ein Mensch mit Gott leben wollen, der nicht ständig im Gespräch mit ihm ist? Hieran kannst Du schon erkennen ob in Deinem Leben, in Deiner Beziehung mit dem Herrn, etwas faul ist oder nicht.
Wenn mir ein Mensch etwas bedeutet, dann will ich möglichst viel Zeit mit ihm verbringen. Und je länger man zusammen ist, um so besser klappt die Verständigung untereinander. Um so schneller versteht der Andere was ich will und ich verstehe viel schneller und besser was der Andere von mir erwartet. Das ist ganz normal, das lehrt uns schon die Natur!
Die Vereständigung mit Gott erfolgt durch das Gebet. Beten bedeutet aber nicht unaufhörlich seine Bitten und Wünsche vor Gott auszubreiten, sondern Du musst bereit sein zu warten das auch der Herr zu Dir reden kann. Schweigend in der Gegenwart Gottes zu verharren fällt vielen schwer und deshalb gibt es so viele frustrierte Christen zu denen Gott nie richtig geredet hat. Beten heißt:
- dass Du deine Wünsche, Deinen Dank, Deine Hochachtung dem Herrn mitteilst
- dass Du die Stille suchst, um ihn hören zu können
- dass Du die Bibel liest, um Deine Gedanken auf den Herrn und seinen Plan auszurichten
B. Die Beharrlichkeit des Betens
Wenn Du betest solltest Du für die Dinge für die Du betest beharrlich beten! Bestimmt wirst Du wenn Du Kinder hast die Situation kennen: alle fünf Minuten kommen Deine Kinder und wollen was anderes. Kaun haben sie ihren Wunsch ausgesprochen, husch sind sie wieder weg und Du weist sie haben diesen Wunsch schon längst wieder vergessen. Andere Kinder hingegen wissen was sie wollen! Sie bitteln und betteln so lange bis sie erhalten was sie wünschen.
Wie oft kommst Du mit ständig wechselnden Bitten zum Herrn, die dann schnell vergessen sind? Beharrlich beten bedeutet, Du musst das was Du erbittest auch wirklich von ganzem Herzen wollen! Es geht nicht darum, dass Du Deine Bitten wie eine Gebetsmühle immer wieder runterleierst sondern es geht darum ob Du das was Du erbittest wirklich von ganzem Herzen willst. Beharrlich zu beten, heißt, sich vorher zu überlegen, was man warum vom Herrn erbitten möchte - und dann mit Gott darum ernstlich zu ringen!
C. Die Häufigkeit des Betens
Ist es ausreichend früh und abends und zu den Essensmahlzeiten und dann noch in den Gottesdiensten zu beten? Willst Du meine ehrliche Meinung hörend? Wenn Du so betest, lass es lieber ganz! Die Bibel sagt sei heiß oder kalt, die Lauen wird er ausspeien. Deshalb lohnt es sich nicht Lau zu sein! Wenn Dein Gebet sich nur auf bestimmte Uhrzeiten oder Anlässe beschränkt, dann besuchst Du bestenfalls unseren wunderbaren Herr JESUS ab und zu, lebst aber nicht mit IHM!
Der Herr aber will mit uns ja in Dir leben! ER will Immer bei Dir sein. Du hast also immer die Möglichkeit mit IHM zu reden und Du solltest die Möglichkeit in allen Lagen Deines Lebens nutzen! Sei allezeit mit IHM in Verbindung! Sage nicht mehr "Glück gehabt" sondern "Danke Herr"; sage nicht mehr: "so ein Zufall" sondern "Danke Herr dass Du das für mich gemacht, so geführt hast"; wenn Du dich über jemanden ärgerst sage nicht mehr: "oh dieser alte..." sondern "Herr segne diesen Menschen".
Heiligung bedeutet, jede Minute Deines Lebens in der Gegenwart Gottes zu leben, mit ihm über alles zu sprechen! Tue es und Du wirst erstaunt sein was alles in Deinem Leben passieren wird und wie nahe Dir der Herr JESUS plötzlich sein wird!
3. in allem saget Dank; denn dies ist der Wille Gottes in Jesus Christus für euch.
Gott danken - immer und für alles? Ist das möglich? Passieren nicht viele Dinge in unseren Leben die uns eher weinen und traurig sein lassen als Gott von ganzem Herzen zu danken?
Nun als erstes, was Du nicht aus ganzem Herzen tust, das kannst Du gleich bleiben lassen. Es nützt nichts „Preis und Dank“ zu sagen aber nicht überzeugt zu sein, dass das gut war, was geschah. Wir dürfen die Dinge die geschehen natürlich nicht mit unserem Verstand und unseren Augen betrachten, sondern müssen uns bemühen die Dinge aus den Augen Gottes zu sehen. Da stirbt vielleicht ein lieber Mensch von uns, wir jammern, klagen und sind traurig aber der Herr hat in das Herz dieses Menschen gesehen, hat seine Müdigkeit in diesem Leben gesehen und hat es für gut erachtet ihn zu sich zu nehmen. Auch wenn da ein Schmerz in uns da ist, aber hat Gott einen Fehler gemacht? Oh nein, und deshalb will ich den Herrn für seinen Weg danken. Nicht mit halben Herzen sondern aus ganzem Herzen. Saget Gott Dank allezeit und für alles!
Hast Du Gott, sofern Du eine bibeltreue Gemeinde besuchst für deine Gemeinde gedankt? Gottes Wille ist es für unsere Gemeinden zu danken die nach Gottes Willen leben! Die anderen Gemeinden sollen wir schnell verlassen, damit wir nicht teilhaben an ihren Sünden!
Hast Du für Deine Familie, Deinen Chef, die Schule, die Lehrer, Deinem Pastor und für die die einen Dienst in der Kirche tun gedankt? Es ist Gottes Wille das zu tun!
Hast Du für deine Kinder gedankt? Gott will dass wir dies tun!
Die Thessaloniker mussten erlebten, mussten die Erfahrung machen, das sie durch die Verfolgung wie blockiert waren. Sie konnten plötzlich nicht mehr sehen, was Gott ihnen alles gegeben hatte!
Paulus, als von JESUS geliebter und angenommener, geht es darum, die Leser und Hörer seiner Botschaft, zu ermahnen, bestimmungsgemäß, also in der Heiligung, so wie es JESUS will, zu leben! Sie sollen wach sein, wenn der Herr erscheint, sollen die Dinge richtig getan haben die der Herr von ihnen verlangt, sollen die richtige Einstellung haben! Und ich möchte fragen, wie sieht es in Deinem Leben mit der Heiligung aus? Bist Du bereit, Jesus zu begegnen?
Die Zeit wann JESUS wiederkommt ist dabei vollkommen unwichtig. Es ist nicht wichtig, ob wir Jesu Wiederkommen noch zu unsren Lebzeiten erleben, oder erst später. Jeder von uns könnte schon heute, denke immer daran, Jesus begegnen, indem er uns einfach aus dieser, für uns sichtbaren Welt, in die für uns unsichtbare Welt ruft!
Leben im Willen Gottes, nach dem Plan JESUS, ein Leben in der Heiligung ist darum kein Thema für alte oder todkranke Menschen, sondern ein sehr aktuelles Thema für jeden Christen. Ein Thema was uns alle bewegen und berühren sollte!
Mein lieber Bruder, meine lieben Geschwister, lieber Leser höre auf das, was Paulus den Menschen in Thessaloniki schreibt und prüfe Dein Leben, Dein persönliches Leben an dem was Paulus schreibt.
Welcher Verlust, welches Problem, welche Schwierigkeit blockiert Deine Sicht so sehr, dass Du nicht mehr sehen kannst, was Gott Dir gegeben hat? Siehe doch nicht auf das, was Dir genommen wurde oder wird, sondern sieh auf das, was Dir JESUS Christus gegeben hat ... denn das ist der Wille Gottes in Jesus Christus für euch!
So, wie Paulus die Thessaloniker ermahnt, für alles zu danken und das zu jeder Zeit - so gilt diese Botschaft unverändert auch heute für Dich und für mich. Diese Einstellung ist wichtig für unsere, für Deine Heiligung, für Dein Leben in der Heiligung: Paulus betont, daß die Freude, das Gebet und der Dank an Gott die wichtigsten Dinge im Leben eines wahren Christens sind. Christen, Du und ich werden nicht von den Tiefen des Lebens verschont. Doch habe die wahren Christen keinen Grund, in den Tiefpunkten des Lebens zu verharren sondern zu erleben: „und ob ich schon wanderte im finsteren Tal bist du doch bei mir!“ Die Freude, das Gebet und der Dank zeigen immer den Weg aus der Tiefe nach oben ins Licht der Gegenwart Gottes! Du musst nur den Herrn im finsteren Tal erkennen und IHM danken für den Tisch den er Dir im Angesicht Deiner Feinde gedeckt hat. AMEN!
Dein Bruder im Herrn Th. Gebhardt / Friede mit Dir!
Teil 2
1.Thessalonicher 5:12-22
Wir bitten aber euch, liebe Brüder, daß ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem HERRN und euch vermahnen; habt sie desto lieber um ihres Werks willen und seid friedsam mit ihnen. Wir ermahnen aber euch, liebe Brüder, vermahnet die Ungezogenen, tröstet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß keiner Böses mit Bösem jemand vergelte; sondern allezeit jaget dem Guten nach, untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein.
Liebe Geschwister, liebe Leser wir waren stehen geblieben bei Vers 18 unseres Textes:
1.Thessalonicher 5:18-22
...in allem saget Dank; denn dies ist der Wille Gottes in Jesus Christus für (an) euch. Den Geist unterdrücket nicht, Prophetengaben verachtet nicht, prüfet aber alles, das Gute haltet fest, von jeder Art des Bösen haltet euch fern.
Den ersten Teil, "in dem allen saget Dank" haben wir schon ausführlich betrachtet. Mir ist es ein Anliegen, ein Auftrag Jesu, unsere Augen nun noch einmal auf den zweiten Teil dieses Verses zu lenken: "denn das ist der Wille Gottes".
Heute reden die Menschen viel über das, was Gott will. Aus der Sicht der Zuhörer ist das manchmal etwas verwirrend. Es ist verwirrend weil wir so viele Meinungen hören. Manche Meinungen haben bestimmt ihre Berechtigung, denn sie beziehen sich auf das Wort Gottes und wir werden später noch einmal darauf kommen, aber die Frage ist doch, beachten wir alles, was uns das Wort sagt oder nehmen wir uns gerade das was uns gut passt?
Ganz gleich ob wir dieses "denn das ist der Wille Gottes" auf den gesamten vorhergehenden Text anwenden, (1.Thessalonicher 5:12-18) oder nur auf den Satz: "Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch.", was ohne weiteres beides zulässig wäre, oder diesen Satzteil sogar auf die Verse 19-22 mit anwenden, was auch möglich ist, immer kommen wir nicht umhin akzeptieren zu müssen: "Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch."
Und hier sind gerade die Punkte wo wir in unserem Christsein, in unserem Leben mit Gott, so oft versagen und deshalb so wenig Erweckung in dieser Welt ist!
Drei Dinge die Du oft sträflich vernachlässigst und deshalb dem Reich Gottes großen Schaden zufügst! Drei Dinge die eigentlich nichts Unmögliches oder Schweres von Dir verlangen, die jeder tun könnte wer nur will und die deshalb Gottes unwandelbaren und vollkommenen Willen dokumentieren! Wir haben schon über diese drei Dinge gesprochen, trotzdem möchte ich sie jetzt noch einmal wiederholen: Mein lieber Bruder, liebe Schwester Gottes unwandelbarer Wille ist, dass Du allezeit, hörst Du allezeit, fröhlich sein sollst! Verstehst Du, dass ist manchmal nicht so einfach, aber es ist der Wille Gottes und den kannst und darfst Du nicht umgehen!
Als Kind war ich in einem Kinderheim zu Erholung. Jede Nacht, bevor wir schlafen gingen, sang eine evangelische Ordensschwester mit der Gitarre ein Lied: "Ich heiße kleiner Sonnenschein, will jedermann zur Freude sein; Ob reich ob arm, ob groß ob klein, ich bin der kleine Sonnenschein!" Sie hat uns dazu jeden Abend eine Geschichte von Jesus vorgelesen und gesagt Jesus war das Licht der Welt, jetzt sollt ihr das Licht der Welt sein, weil Jesus in unseren Herzen strahlen soll.
Als Junger Mann kam ich wegen meines Glaubens (ich lebte in der DDR) ins Gefängnis. Wir mussten bei wenig Essen für mich unbezwingbare Arbeiten, z.B. in noch glühenden Hochöfen, vollbringen. Ich konnte nicht mehr, war am Ende meiner Kraft, da viel mir dieses Lied wieder ein: "Ich heiße kleiner Sonnenschein, will jedermann zur Freude sein; Ob reich ob arm, ob groß ob klein, ich bin der kleine Sonnenschein!" und das was die Ordensschwester gesagt hatte. Ab diesem Tag fing ich an dieses Lied im Gefängnis zu singen und Jesus fing an in meinem Herzen zu strahlen, so dass sich alle Aufseher wunderten wie ich bei dieser schweren Arbeit noch so fröhlich sein konnte. Zwei Dinge geschahen, zum einen konnte ich plötzlich die schwere Arbeit ertragen und bald nahmen sie mich von dieser schweren Arbeit weg und ich durfte leichtere Arbeiten tun. Preis und Dank!
So oft beachten wir diesen wunderbaren Willen Gottes nicht: "Seid allezeit fröhlich" und das raubt Dir die Kraft und lässt die Welt nicht sehen das Jesus in Deinem Herzen strahlt! Und meine lieben Geschwister, dies ist oft der Grund warum wir straucheln, denn die Bibel sagt: "Die Freude am Herrn ist unsere Stärke"! Freude hängt aber sehr eng mit "fröhlich sein" zusammen.
Auch wenn ich schon darauf eingegangen bin, der Herr drängt mich auch noch einmal auf den nächsten Punkt einzugehen. Betet ohne Unterlass! Meine geliebten Geschwister im Herrn, nichts macht uns so stark, wie wenn wir anfangen ernstlich und ohne Unterlass zu beten. Ich weiß meine Lieben, die Welt heute lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Der Teufel steckt dahinter. Unsere Wohnungen, unsere Kirchen, unsere Autos alles muss schön aussehen. Aber niemand kümmert sich darum, wie es in unserem inneren, in unserem Herzen, aussieht. Und das schlimmste, auch wir selber kümmern uns lieber darum, dass das Wohnzimmer gefegt, die Kirche gewischt und das Auto geputzt ist und nehmen uns zu wenig Zeit um zu beten, ohne Unterlass zu beten. Wir nehmen uns zu wenig Zeit mit Gott wirklich zu reden und deshalb habe ich die Befürchtung, zu den meisten meiner lieben Zuhörer und Leser hat der Herr noch nie persönlich geredet. Wir haben einen Willen Gottes und dieser Wille, ob es Dir gefällt oder nicht, ist: bete ohne Unterlass! Meine Lieben ich habe mir das nicht ausgedacht es steht geschrieben! AMEN! Und lasst mich das klar sagen gillt für alle Menschen.
Bevor wir zu den nächsten Dingen kommen auch noch einmal ein Gedanke zu: "seid dankbar in allen Dingen". Dies ist auch der ausdrückliche Wille Gottes. Dieser Satz geht weit über den Satz "seid dankbar für alle Dinge" hinaus. Unser Herr will nicht nur, dass wir nur für die Dinge dankbar sind sondern auch wenn wir mitten drinn in dem Schlamassel stecken sollen wir dankbar sein! Es ist leicht und selbstverständlich, jedenfalls sollte es so sein, das wir dankbar sind für die vielen schönen Dinge die wir erleben. Das wird uns auch nicht besonders schwer fallen und doch nehmen etliche unter uns diese Dinge als ganz selbstverständlich an, ohne zu danken. Dass widerspricht eindeutig Gottes Willen! Du solltest das wissen, dass Undankbarkeit Sünde ist und sich die Situationen in Deinem Leben sehr schnell ändern könnten. Aber die Bibel will nicht nur das wir danken wenn es uns gut geht sondern fordert Dich geradezu dazu auf, zu danken "IN allen Dingen". Die Leute meckern heute in einem fort! Zum Beispiel wenn sie ihre Arbeit verloren haben. Ist Dir schon einmal in den Sinn gekommen das Du IN so einer Situation dem Herrn von Herzen danken könntest? Gott hat Dich in diese Situation gebracht, damit Du deinem Pastor helfen kannst Traktate zu verteilen. Oh aber da verdiene ich doch nichts, sagst Du jetzt vielleicht; ja das stimmt! Dann mußt Du eben Deine Gewohnheiten umstellen! Eine kleinere Wohnung, ein kleineres Auto, anderes Essen, weniger baden, billiger einkaufen! Nicht wahr, das will Dir nicht so richtig passen, dass passt den meisten Menschen nicht und deshalb kannst du Gott nicht danken! Aber wenn Du deinem Gott nicht für alles danken kannst, dann wird es, denke ich, immer schlechter mit Dir gehen!
Preis und Dank, dass ich Euch diese Dinge noch sagen konnte. Gott gab sie mir als ich so über gewisse Dinge betete. In diesem Zusammenhang noch etwas meine lieben Geschwister, oder soll ich sagen Schäflein, denn der Herr vergleicht ja seine Gemeinde mit den Schäflein; Nehmt Euch in Acht vor denjenigen die sich Hirten nennen aber nur Eure Wolle wollen! Ich kenne viele solche! Der Herr will uns immer reich beschenken, aber einer der sich Hirte nennt und 6000 $ als Missionsgeld im Monat aus Amerika bekommt und dann von Dir noch ein Opfer erbittet ist ein Dieb. AMEN!
Und nun können wir direkt mit dem nächsten Punkt fortfahren:
4. Den Geist unterdrücket nicht, (besser übersetzt: den Geist löscht nicht aus!)
5. Prophetengaben verachtet nicht, (besser übersetzt: prophetische Reden verachtet nicht)
6. prüfet aber alles, das Gute behaltet (besser übersetzt: haltet fest, lasst es euch nicht nehmen)
7. von jeder Art des Bösen haltet euch fern. (besser übersetzt: meide alles was den Anschein haben könnte böse zu sein)
Vier Punkte die heute wie damals ein Problem in den Gemeinden darstellten und darstellen sonst wären sie nicht geschrieben!
"Den Geist unterdrücket nicht" Schon in der so genannten Urgemeinde bestand neben der überschwänglichen und nicht in der Ordnung bleibenden Betätigung der geistlichen Gaben die Gefahr den Geist zu unterdrücken. Einerseits gab es Menschen die die geistlichen Gaben zu sehr betonten, geistliche Gaben auf fleischliche Art betätigten oder die geistlichen Gaben betätigten ohne wirklich Jesus nachzufolgen, andererseits aber gab es Andere die versuchten die gläubig gewordenen davon abzuhalten nach den geistlichen Gaben zu streben.
Wenn wir die Ausführungen des Paulus richtig studieren so merken wir bald, dass sich Paulus in diesem Text nicht gegen das Betrüben des Heiligen Geistes durch Lauheit wendet sondern gegen die bewusste Unterdrückung des Heiligen Geistes und die damit verbundene Betätigung durch die verschiedenen Gaben! Auch heute gibt es viele liebe Geschwister die sehr zurückhaltend wenn nicht gar ablehnend reagieren wenn es um die Geistesgaben geht. Es ist unbiblisch wenn man der Meinung ist, dass der Heilige Geist nur zur Zeit der Apostel wirkte und besondere Geistesgaben schenkte. Gerade heute benötigen wir die Geistesgaben auch um die Geister unterscheiden zu können.
Ohne die Gabe der Geisterunterscheidung werden wir z.B. die Dinge der Welt in unsere Gemeinden lassen, wie Kino, Theater, übermäßige und weltliche Musik. Ohne diese Gabe werden wir es zulassen, dass Frauen lehren und leitende Dienste in der Gemeinde übernehmen. Und ohne die Gabe der Rede aus Eingebung wird es niemanden geben der sich getraut diese Dinge offen anzusprechen und den Menschen zu sagen ihr kommt um, wenn ihr nicht Buße tut! Deshalb muss ich Euch heute mit den Worten des Paulus vermahnen: unterdrückt nicht den Geist Gottes!
Manchen von Euch ist vielleicht unklar was prophetische Rede ist? Prophetische Rede als keine Art christlicher Wahrsagerei. Prophetische Rede ist in aller Regel nicht, dass ich jemanden voraussage, was so alles in seinem Leben passiert! Meine Lieben Geschwister, Prophetische Rede ist nicht, dass ich zwei junge Leute miteinander verkupple indem ich spreche: "So spricht der Herr", obwohl natürlich der Herr auch eine Liebe zweier junger Menschen bestätigen kann. Wir müssen uns aber hüten Gesichte unseres Herzens als die Rede des Herrn auszugeben. Eine geistgewirkte Prophezeiungen ist, dass ich an Dingen die mir der Herr zeigt, wenn ich diese mit Gottes Wort vergleiche die Gabe habe zu erkennen wie der Herr weiter verfahren wird. Wenn ich z.B. sehe, wie es Jesus sah, das das Bethaus ein Kaufhaus geworden ist, dann weis ich bevor dieser Missstand nicht behoben ist, wird Gott in seinem Haus nichts tun können. Die Kranken werden weiter krank bleiben, Not und Elend wird nicht gelindert werden können. Das ist ja das Problem heute in unseren Kirchen, aber wer glaubt den Propheten? Gottes Bethaus ist zum Musiktempel, zum Theater, zum Kaufhaus geworden und die Kranken bleiben krank und die Kinder gehen in die Welt! Prophetische Rede deckt die Zusammenhänge zwischen dem was so alltäglich geschieht und Gottes Wirken auf - das ist die Regel. Natürlich kann es sein, dass Gott tatsächlich auch durch prophetische Reden auf konkrete, zukünftige Dinge hinweist.
Wenn jemand prophetisch redet, dann geht Dir auch das Wort durchs Herz und entweder Du wirst böse und gehst hinweg oder Du tust Buße und folgst dem Wort Gottes! Wir brauchen, vor allem weil es Paulus sagt, die Prophetische Rede wieder mehr in den Gemeinden. Preis und Dank!
Nun lasst uns die letzten zwei Punkte so der Herr Gnade schenkt beim nächsten mal behandeln!
Dein Bruder im Herrn Th. Gebhardt / Friede mit Dir!
Teil 3
1.Thessalonicher 5:12-22
Wir bitten aber euch, liebe Brüder, daß ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem HERRN und euch vermahnen; habt sie desto lieber um ihres Werks willen und seid friedsam mit ihnen. Wir ermahnen aber euch, liebe Brüder, vermahnet die Ungezogenen, tröstet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß keiner Böses mit Bösem jemand vergelte; sondern allezeit jaget dem Guten nach, untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein.
Liebe Geschwister, liebe Leser, nachdem wir nun von den Dingen die der Apostel Paulus uns mitteilen wollte gehört haben, lasst uns die beiden letzen Punkte betrachten.
6. prüfet aber alles, das Gute behaltet (besser übersetzt: haltet fest, lasst es euch nicht nehmen)
7. von jeder Art des Bösen haltet euch fern. (besser übersetzt: meide alles was den Anschein haben könnte böse zu sein)
"Prüfet aber alles". Die ersten Gemeinden wurden durch die Apostel aufgerufen die Dinge die getan oder verkündigt wurden zu prüfen. Dies war nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht der Gläubigen, ja geradezu ein Befehl an die gläubig gewordenen. Wie sollten sie prüfen? Da war zum einen der Befehl zu prüfen was der gute, wohlgefällige und vollkommene Wille Jesus für das Leben der Heiligen ist:
Römer 12:2
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung [eures] Sinnes, daß ihr prüfen möget, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Und zum anderen wurde durch den Apostel befohlen zu prüfen, was das "Vorzüglichere" sei.
Philipper 1:9-11
Und um dieses bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und aller Einsicht, damit ihr prüfen möget, was das Vorzüglichere sei, auf daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum ist, zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes.
Als Gottes Heilige haben wir durch den uns geschenkten Geist die Möglichkeit, alles an Hand des Wortes Gottes zu prüfen und zu wählen, was gut ist. Sei es prophetische Rede, seien es ethische oder gesellschaftliche Dinge - wir haben den Auftrag und die Freiheit es vor Gott zu prüfen - und dann zu entscheiden, was wir behalten und was wir ablehnen. Wir sollen dabei nicht fragen was darf ich gerade noch tun, was ist gerade noch machbar, was ist hart an der Grenze des Möglichen, sondern sollen uns von den Gedanken leiten lassen was ist besonders gut vor Gott, was gefällt Gott am besten was entspricht dem vollkommenen Willen des Herrn. Wir sollen uns die Frage stellen, was ist vor Gott vorzüglich.
Wenn wir die beiden genannten Bibelstellen betrachten so ist aus beiden zu erkennen, dass die Voraussetzung um Gottes Willen zu erkennen der Umstand ist, dass wir uns nicht gleich wie die Welt verhalten wollen, sondern einen ganz anderen Sinn haben wie die Welt. Wir brauchen nicht nur Liebe, wie sie immer wieder von Anhängern der charismatischen Gemeinden gefordert wird, sondern eine Liebe die überströmt in die Erkenntnis und aller Einsicht. Nur so vermögen wir zu prüfen was Gottes Wille ist.
Diese Prüfung soll auch zu einem Resultat führen, sonst wäre die Prüfung ja nutzlos. Und ich weiß, das hören die Leiter unserer heutigen Gemeinden nicht gerne, aber Gottes Wort gebietet es uns, manch eine Prüfung wird zu dem Resultat kommen, das was da gemacht und gepredigt wird, ist nicht das, was in der Bibel steht. Ist nicht der vollkommene Wille Gottes. Dann ist es meine Pflicht, dann ist es Deine Pflicht Bruder, das Gute zu behalten, gleichzeitig aber zu dem Bruder und wenn es selbst der Leiter einer ganzen Organisation wäre hinzugehen und ihn zu vermahnen. Was ich jetzt sage klingt sehr hart, aber es steht in Gottes Wort. Und weil wir so viele Dinge aus Gottes Wort einfach beiseite schieben, kann Gott nichts unter uns tun, sind so viele Kranke und Schwache in unseren Gemeinden und ein großer Teil ist schon entschlafen. (1.Korinther 11:30-31) Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen. Aber wenn wir uns selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet.) Also wir sollen prüfen, sollen das Gute behalten gleichzeitig aber auch und wenn es der Gemeindeleiter persönlich wäre das tun was Paulus sagt:
Galater 1:8-9
Aber wenn auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium verkündigte außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt außer dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht!
"Er sei verflucht", das klingt sehr hart. Aber wir dürfen mit Gottes Wort und mit Gottes Willen nicht spielen. Wenn wir ermahnt werden, und ich bin dankbar für alle Brüder die mich ermahnen und sagen dies und jenes überprüfe bitte, dann müssen wir das ernst nehmen und eventuell unsere Einstellung korrigieren. Gott gebe mir und Dir die Gnade dazu uns immer wieder durch die Brüder korrigieren zu lassen.
Bevor wir aber die anderen prüfen, sollten wir uns prüfen:
Psalm 139:23
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.
Wo diese Bitte über unserem Leben steht, können wir fest mit Gottes Segnungen und Gebetserhörungen rechnen! Aber denke immer daran, ER erforscht unser Innerstes und sagt dann, was in Ordnung gebracht werden muss - wohl dem, der diesen Prüfungen stand hält und in Ordnung bringt was in Ordnung gebracht werden muss!
"Von jeder Art des Bösen haltet euch fern." Diese Aufforderung kommt nach dem prüfen! Prüft - was gut ist, behaltet, was böse ist meide, verlasse diejenigen die unter dem Fluch stehen!
Eindringlich mahnt Paulus, das als Böses erkannte nicht länger zu dulden, weder im eigenen Leben, noch in der Gemeinde. Gehe ernstlich mit dieser Mahnung um!
Das Böse schleicht sich in ganz verschiedenen Gestalten, auf unterschiedlicher Art und Weise und immer sehr raffiniert ein. Meistens ist es nicht auf den ersten Blick zu erkennen, oft gibt es sich sogar als fromm (als Engel des Lichts) oder vom Geist kommend aus. Der Teufel, die alte Schlange mit ihrer List macht nicht vor den Christen und nicht vor Gemeinde halt!
Alles Böse muss fern von Gott sein und darum kann ein Leben in der Heiligung nur in der Distanz zum Bösen gelebt werden. Das Böse ist ansteckend, es ist wie faules Obst, was das gesunde Obst bald angesteckt hat. Das Böse hat immer das Ziel, die Gläubigen und die Gemeinde zu vernichten. Deshalb gibt es heute so viele leblose und tote Gemeinden. Deshalb sieht Hesekiel das Feld voller Totengebeine.
Meidet das Böse ist darum die Aufforderung, sich in einem heiligen, Gott wohlgefälligen Leben in der Gegenwart Gottes aufzuhalten. Den Versuchungen des Bösen nicht zu erliegen - und wenn doch, das Böse augenblicklich wieder aus Deinem Leben zu entfernen!
Meine lieben Brüder, Geschwister und Leser ich weiß, das fällt uns oft schwer. Es ergeht uns immer wie Eva im Paradies, das Böse ist oft so reizend, das Böse ist oft so verlockend, weil der Satan und seine Helfer es verstehen, uns das Böse schmackhaft zu machen.
Leben in der Heiligung, leben mit Gott heißt, sich vom Bösen fernhalten! Das gilt für alle Zeiten auch für heute deshalb prüfet aber alles, das Gute haltet fest; und dann haltet Euch von jeder Art des Bösen fern! AMEN!
Friede mit Euch! Euer Br. Thomas Gebhardt

