Dreieinigkeit
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Dreieinigkeit / Trinität
Mit Dreieinigkeit (Dreifaltigkeit) oder Trinität bezeichnet die christliche Theologie die Einheit Gottes - Gott "Vater", Gott "Sohn" (Jesus Christus) und Gott "Heiliger Geist". Die Lehre der Dreieinigkeit vertritt heute der Großteil der christlichen Welt.
Begriffe
In der Bibel selbst kommen keine Begriffe vor, welche die Trinität (Dreieinigkeit) definieren würden.
Zum ersten Mal in der christlichen Geschichte sprach Apologet Athenagoras in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts von einer Dreieinigkeit / Trinität. Er verwendete hierfür das griechische Wort trias für Gott "Vater", Gott "Sohn" und Gott "Heiliger Geist". Folgendes Zitat wurde hier überliefert: "sie [die Christen] kennen Gott und seinen Logos, wissen, was die Einheit des Sohns mit dem Vater ist, was die Gemeinschaft des Sohnes mit dem Vater ist, was der Geist ist, was die Einheit dieser Trias, der Geist, der Sohn, und der Vater, ist, und was ihre Unterscheidung in der Einheit ist."
Das Wort Trinität stammt vom lateinischen Wort trinitas. Das hier geschaffene Wort besteht aus tres - drei und unitas - Einheit. Im vierten Jahrhundert hatten die griechische Theologen beim Studium der Trinitätslehre das griechische Wort Hypostase (Wirklichkeit, Wesen, Natur) verwendet, welches auch heute in der Theologie dem modernen Begriff Person vorgezogen wird.
Die Lehre
Es ist ein Gott: Vater, Sohn und "Heiliger Geist" drei in Einheit verbunden, von Ewigkeit her. Gott ist unsterblich, allmächtig und allwissend; er steht über allem und ist allgegenwärtig. Er ist unendlich und jenseits aller menschlichen Vorstellungskraft. Dennoch kann er erkannt werden, weil er sich selbst offenbart hat. In alle Ewigkeit gebührt ihm Ehre, Anbetung und der Dienst der ganzen Schöpfung. [5 Mo 6:4; Matt 28:19; 2 Ko 13:13; Eph 4:4,6; 1 Pt 1:2; 1 Tim 1:17; Offb 14:7]
Der Vater
Gott, der ewige Vater, ist Schöpfer, Ursprung, Erhalter und Herr alles Geschaffenen. Er ist gerecht und heilig, barmherzig und gnädig, langmütig und reich an beständiger Liebe und Treue. Die Eigenschaften und die Macht, wie der Sohn und der Heilige Geist sie bekunden, sind gleichermaßen Offenbarungen des Vaters. [1 Mo 1:1; Offb 4:11; 1 Ko 15:28; Joh 3:16; 1 Joh 4:8; 1 Tim 1:17; 2 Mo 34:6,7; Joh 14:9]
Der Sohn
Gott, der ewige Sohn, wurde Mensch in Jesus Christus. Durch ihn ist alles geschaffen, der Charakter Gottes offenbart, die Erlösung der Menschheit bewirkt und die Welt gerichtet. Ewig wahrer Gott, wurde er auch wahrer Mensch: Jesus Christus. Er wurde gezeugt durch den Heiligen Geist und geboren von der Jungfrau Maria. Er lebte als Mensch, wurde versucht als Mensch und war dennoch die vollkommene Verkörperung der Gerechtigkeit und Liebe Gottes. Seine Wunder bezeugten die Macht Gottes und bestätigten ihn als den von Gott verheißenen Erlöser. Er litt und starb aus freiem Willen für unsere Sünden an unserer Statt am Kreuz, wurde von den Toten auferweckt und fuhr gen Himmel, um für uns im himmlischen Heiligtum zu dienen. Er wird wiederkommen in Herrlichkeit zur endgültigen Errettung seines Volkes und zur Wiederherstellung aller Dinge. [Joh 1:1-3,14; Kol 1:15-19; Joh 10:30; 14:9; Röm 6:23; 2 Ko 5:17-19; Jo 5:22; Lk 1:35; Phil 2:5-11; Hbr 2:9-18; 1 Kor 15:3.4; Hbr 8:1.2; Jo 14:1 3]
Der Heilige Geist
Gott, der ewige Geist, wirkte zusammen mit dem Vater und dem Sohn bei der Schöpfung, bei der Menschwerdung und bei der Erlösung. Er inspirierte die Schreiber der Heiligen Schrift. Er erfüllte Christi Leben mit Kraft. Er zieht die Menschen zu Gott und überführt sie ihrer Sünde. Die sich ihm öffnen, erneuert er und formt sie nach dem Bild Gottes. Gesandt vom Vater und vom Sohn, damit er allezeit bei Gottes Kindern sei, gibt der Heilige Geist der Gemeinde geistliche Gaben, befähigt sie zum Zeugnis für Christus und leitet sie in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift in alle Wahrheit.
- 1 Mo 1:1,2;
- Lk 1:35;
- Lk 4:18;
- Apg 10:38;
- 2 Pt 1:21;
- 2 Ko 3:18;
- Apg 1:8;
- Jo 14:16-18 + 26;
- Jo 15:26,27;
- Jo 16:7-13.
Natur Gottes
Die Verwendung des Begriffs Hypostasie ist gegenüber dem Begriff Person auch deshalb vorzuziehen, weil der Mensch, als Schöpfung, die Natur Gottes, als Schöpfer, nicht begreifen kann. Und wenn einige Kirchenväter zu Analogien zur Trinität gegriffen hatten, oder welche erarbeitet hatten, so wurden diese meist mit dem ausdrücklichen Hinweis versehen, dass diese nur ganz unvollkommene Bilder, bzw. im Grundsatz falsch seien.
Und trotzdem gibt es in der christlichen Welt Menschen, welche der Überzeugung sind, auch wenn nur in Ansätzen, die Natur Gottes erkannt zu haben. Einige wollen in der Lage sein, die drei Hypostasien in ihrer Natur beschreiben zu können. Einige Beispiele:
- - Gott "Vater" eine Person, Gott "Sohn" eine Person, Gott "Heiliger Geist" die göttliche Kraft
- - Gott "Vater" eine Person, "Sohn" seine einzigartige Schöpfung, "Heiliger Geist" die göttliche Kraft
- - Gott "Vater", Gott "Sohn" und Gott "Heiliger Geist" jeweils eine Art Erscheinungsbild, die eigentlich eine einzige Person "sind" das Dreieck


